Bauarten von Wärmepumpen
Luft, Erdreich oder Grundwasser als Quelle – der Name einer Wärmepumpe nennt immer erst die Wärmequelle, dann das Medium, an das sie abgibt.
„Luft-Wasser“, „Sole-Wasser“, „Luft-Luft“: Das Schema ist immer gleich. Der erste Teil ist die Wärmequelle, der zweite das Medium, an das die Wärme abgegeben wird. Daraus folgen Effizienz, Erschließungsaufwand und Genehmigungsbedarf.
Bauarten von Wärmepumpen
Wärmequelle und Abgabemedium im Namen
interaktivLuft-Wasser-Wärmepumpe
Der Normalfall im Bestand
Zieht Wärme aus der Außenluft und gibt sie an das Heizwasser ab. Günstig in der Anschaffung, ohne Erdarbeiten, dafür bei Frost am wenigsten effizient – genau dann, wenn am meisten Wärme gebraucht wird.
Jahresarbeitszahl
3,2 – 3,8
Erschließungsaufwand
gering
- Aufstellung
- außen oder Split innen/außen
- Genehmigung
- keine, aber Schallschutz beachten
- Fördermindest-JAZ
- 3,0
- Typisch bei
- Sanierung, Reihenhaus, Neubau
Der Name folgt immer demselben Schema: erst die Wärmequelle, dann das Medium, an das die Wärme abgegeben wird. „Sole-Wasser“ heißt also: Wärme aus dem Erdreich über eine Solelösung, abgegeben an das Heizwasser.
Was in der Praxis entscheidet#
- 1Grundstück – ohne Fläche oder Bohrgenehmigung bleibt nur Luft als Quelle
- 2Schall – Luft-Wärmepumpen stehen draußen und müssen die TA Lärm einhalten, besonders nachts und in engen Grundstücksgrenzen
- 3Vorlauftemperatur des vorhandenen Heizsystems – sie entscheidet mehr über die Effizienz als die Bauart
- 4Warmwasser – Luft-Luft-Systeme machen keins, hier braucht es eine zweite Lösung