CO₂-Preis (BEHG)
Bildet die Kosten für den Erwerb von CO₂-Emissionshandelszertifikaten im nationalen Emissionshandel nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz ab.
Seit 2021 muss, wer Brennstoffe in Verkehr bringt, Zertifikate für die darin enthaltenen Emissionen kaufen. Die Kosten reicht er an die Kunden weiter – bei Erdgas als eigene Position auf der Rechnung.
Der CO₂-Preis auf Brennstoffe
Euro je Tonne CO₂, nationaler Emissionshandel (BEHG)
Erdgas trägt rund 0,182 kg CO₂ je Kilowattstunde. Bei 65 €/t sind das 1,18 ct/kWh netto – oder 1,41 ct/kWh mit Umsatzsteuer.
2021 bis 2025 galten feste Preise. 2026 und 2027 werden die Zertifikate versteigert – innerhalb eines Korridors von 55 bis 65 €/t. Ab 2028 löst der europäische Emissionshandel ETS 2 das nationale System ab, der Preis bildet sich dann frei am Markt; der Balken für 2028 zeigt eine Bandbreite gängiger Prognosen, keinen festgelegten Wert.
Vom Festpreis zur Auktion#
- 2021 – 2025: feste Preise, von 25 auf 55 €/t gestiegen
- 2026 – 2027: Versteigerung in einem Preiskorridor von 55 bis 65 €/t; die Auktionen starten im Juli 2026 an der EEX
- ab 2028: der europäische Emissionshandel ETS 2 löst das nationale System ab, der Preis bildet sich frei am Markt
Was das je Kilowattstunde bedeutet#
CO₂-Kosten [ct/kWh] = CO₂-Preis [€/t] × Emissionsfaktor [t/MWh] ÷ 10
- Erdgas
- Emissionsfaktor rund 0,182 t CO₂ je MWh
- 65 €/t
- ergibt 1,18 ct/kWh netto, mit Umsatzsteuer rund 1,41 ct/kWh
- 55 €/t
- ergibt 1,00 ct/kWh netto