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Wärmepumpe

Macht aus einer Kilowattstunde Strom drei bis vier Kilowattstunden Wärme, indem sie Umweltwärme auf ein nutzbares Temperaturniveau hebt.

Stand: August 2026

Eine Wärmepumpe erzeugt keine Wärme, sie transportiert sie – von draußen nach drinnen, gegen das natürliche Temperaturgefälle. Die dafür nötige Antriebsenergie ist Strom, und das Verhältnis von gewonnener Wärme zu eingesetztem Strom ist die entscheidende Kennzahl.

JAZ und COP#

COP (Coefficient of Performance)
Der Momentanwert im Prüfstand, bei definierten Temperaturen. Marketingfreundlich, aber wenig aussagekräftig für den Alltag.
JAZ (Jahresarbeitszahl)
Das reale Verhältnis über ein ganzes Jahr, inklusive kalter Tage, Abtauung und Heizstab. Das ist die Zahl, die zählt.

JAZ = Wärme abgegeben [kWh] ÷ Strom aufgenommen [kWh]

JAZ 3,5
aus 1 kWh Strom werden 3,5 kWh Wärme – 71 % kommen kostenlos aus der Umwelt
Typisch
3,2 – 3,8 bei Luft-Wasser, 4,0 – 4,5 bei Sole-Wasser

Wärmepumpe oder Gasheizung?

Betriebskosten im Jahr

interaktiv
Wärmepumpe1.000 €

4.167 kWh Strom bei JAZ 3,6

Gas-Brennwertkessel1.793 €

16.304 kWh Gas bei 92 % Nutzungsgrad

Die Wärmepumpe ist günstiger793 € im Jahr

Bei diesen Preisen liegt der Kipppunkt bei einer JAZ von 2,01. Darüber lohnt sich die Wärmepumpe, darunter der Kessel.

Nur die Energiekosten, ohne Anschaffung, Wartung und Förderung. Die Jahresarbeitszahl ist die entscheidende Größe: Sie sagt, wie viele Kilowattstunden Wärme aus einer Kilowattstunde Strom werden. Typisch sind 3,2 bis 3,8 für Luft-Wasser- und 4,0 bis 4,5 für Sole-Wasser-Wärmepumpen.

Wovon die Effizienz abhängt#

  • Vorlauftemperatur – der größte Hebel. Fußbodenheizung mit 35 °C statt Heizkörper mit 55 °C hebt die JAZ um rund 1,0
  • Wärmequelle – siehe Bauarten: Erdreich schlägt Außenluft, besonders im Winter
  • Hydraulischer Abgleich und richtige Auslegung – eine zu groß dimensionierte Anlage taktet und verliert Effizienz
  • Heizstab – jede Kilowattstunde aus dem elektrischen Zusatzheizer drückt die JAZ direkt nach unten

Tarif und Netzentgelt#

Wärmepumpen über 4,2 kW fallen unter § 14a EnWG: Der Netzbetreiber darf sie im Notfall auf 4,2 kW drosseln, dafür gibt es reduzierte Netzentgelte – wahlweise als Modul 1 (pauschale Reduzierung), Modul 2 (prozentual abgesenkter Arbeitspreis, setzt einen separaten Zählpunkt voraus) oder seit dem 1. April 2025 zusätzlich Modul 3 (zeitvariables Netzentgelt, nur in Kombination mit Modul 1). Mit separatem Zähler liegen Wärmepumpentarife 2026 bei rund 21 bis 26 ct/kWh statt 33 bis 40 ct/kWh im Haushaltstarif.

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