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Netzbetreiber und Netzebenen

Vier Übertragungsnetzbetreiber und rund 850 Verteilnetzbetreiber transportieren die Energie – die Netzbetreibernummer auf der Rechnung sagt, in wessen Netz eine Verbrauchsstelle hängt.

Stand: August 2026

Das Netz ist ein natürliches Monopol: Niemand baut ein zweites Kabel in dieselbe Straße. Deshalb ist der Netzbetreiber nicht wechselbar, dafür aber streng reguliert – die Bundesnetzagentur genehmigt seine Erlöse und damit die Netzentgelte.

Die Netzebenen#

Die sieben Netzebenen

Und warum Netzentgelte je Ebene verschieden hoch sind

  • Höchstspannung380 / 220 kVÜbertragungsnetz, Transport über weite Strecken
  • Umspannung HöS/HSUmspannwerk
  • Hochspannung110 kVRegionale Verteilung, Industrie
  • Umspannung HS/MSUmspannwerk
  • Mittelspannung10–30 kVStadtteile, große Gewerbebetriebe
  • Umspannung MS/NSOrtsnetzstation
  • Niederspannung400 / 230 VHaushalte, kleines Gewerbe

Wer auf einer unteren Ebene entnimmt, nutzt alle darüberliegenden mit – deshalb zahlt ein Haushalt in der Niederspannung das höchste Netzentgelt je Kilowattstunde und ein Industriebetrieb mit Hochspannungsanschluss das niedrigste.

Die Netzbetreibernummer#

Auf jeder Energierechnung steht die Identifikationsnummer des Netzbetreibers. Sie identifiziert den örtlichen Verteilnetzbetreiber, an dessen Netz die Verbrauchsstelle angeschlossen ist – und ist im Prozess wichtiger, als sie aussieht: Ohne sie kann ein neuer Lieferant die Anmeldung nicht an die richtige Stelle schicken.

Was der Netzbetreiber tut#

  • Netzanschluss herstellen, betreiben und bei Bedarf sperren
  • Netzentgelte kalkulieren und gegenüber Lieferanten abrechnen
  • Anmeldungen und Abmeldungen von Lieferanten bearbeiten
  • in der Regel als grundzuständiger Messstellenbetreiber auftreten
  • Einspeiser anschließen und Einspeisemengen erfassen
  • steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG integrieren

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