Netzbetreiber und Netzebenen
Vier Übertragungsnetzbetreiber und rund 850 Verteilnetzbetreiber transportieren die Energie – die Netzbetreibernummer auf der Rechnung sagt, in wessen Netz eine Verbrauchsstelle hängt.
Das Netz ist ein natürliches Monopol: Niemand baut ein zweites Kabel in dieselbe Straße. Deshalb ist der Netzbetreiber nicht wechselbar, dafür aber streng reguliert – die Bundesnetzagentur genehmigt seine Erlöse und damit die Netzentgelte.
Die Netzebenen#
Die sieben Netzebenen
Und warum Netzentgelte je Ebene verschieden hoch sind
- Höchstspannung380 / 220 kVÜbertragungsnetz, Transport über weite Strecken
- Umspannung HöS/HSUmspannwerk
- Hochspannung110 kVRegionale Verteilung, Industrie
- Umspannung HS/MSUmspannwerk
- Mittelspannung10–30 kVStadtteile, große Gewerbebetriebe
- Umspannung MS/NSOrtsnetzstation
- Niederspannung400 / 230 VHaushalte, kleines Gewerbe
Wer auf einer unteren Ebene entnimmt, nutzt alle darüberliegenden mit – deshalb zahlt ein Haushalt in der Niederspannung das höchste Netzentgelt je Kilowattstunde und ein Industriebetrieb mit Hochspannungsanschluss das niedrigste.
Die Netzbetreibernummer#
Auf jeder Energierechnung steht die Identifikationsnummer des Netzbetreibers. Sie identifiziert den örtlichen Verteilnetzbetreiber, an dessen Netz die Verbrauchsstelle angeschlossen ist – und ist im Prozess wichtiger, als sie aussieht: Ohne sie kann ein neuer Lieferant die Anmeldung nicht an die richtige Stelle schicken.
Was der Netzbetreiber tut#
- Netzanschluss herstellen, betreiben und bei Bedarf sperren
- Netzentgelte kalkulieren und gegenüber Lieferanten abrechnen
- Anmeldungen und Abmeldungen von Lieferanten bearbeiten
- in der Regel als grundzuständiger Messstellenbetreiber auftreten
- Einspeiser anschließen und Einspeisemengen erfassen
- steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG integrieren