Marktstammdatenregister (MaStR)
Das Register der Bundesnetzagentur, in dem jede Erzeugungsanlage und jeder Speicher eingetragen sein muss – innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme.
Das MaStR ist die zentrale Datenbank aller Anlagen im deutschen Energiesystem – von der 300-Watt-Balkonanlage bis zum Kernkraftwerk. Ohne Eintrag gibt es keine Einspeisevergütung.
Was eingetragen werden muss#
- jede Anlage zur Stromerzeugung, auch Steckersolargeräte
- jeder Batteriespeicher
- Fristen: innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme
- Änderungen – Erweiterung, Stilllegung, Betreiberwechsel – ebenfalls binnen eines Monats
- der Betreiber selbst, als eigener Marktakteur – die Registrierung der Person oder Firma ist ein getrennter Schritt vor der Registrierung der Einheit
Warum das für Systeme relevant ist#
Die MaStR-Nummer identifiziert eine Anlage eindeutig, ähnlich wie die MaLo-ID eine Entnahmestelle. Sie taucht in Vergütungsprozessen und im Datenaustausch auf und gehört deshalb in jedes Datenmodell, das Erzeugungsanlagen abbildet. Das Register ist zudem öffentlich einsehbar – nützlich für Plausibilitätsprüfungen.
| Präfix | Objekt |
|---|---|
SEE | Stromerzeugungseinheit, etwa eine PV-Anlage oder ein BHKW |
SGE | Gaserzeugungseinheit |
SSE | Stromspeichereinheit, also ein Batteriespeicher |
ABR | Anlagenbetreiber – die Person oder Firma, nicht die Anlage |
Für die Anbindung eigener Systeme stellt das Register einen Gesamtdatenexport als CSV/XML-Download sowie eine öffentliche Web-Schnittstelle bereit. Damit lassen sich Anlagendaten aus dem Onboarding automatisiert gegen den amtlichen Eintrag prüfen, statt sie abzutippen.