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Marktstammdatenregister (MaStR)

Das Register der Bundesnetzagentur, in dem jede Erzeugungsanlage und jeder Speicher eingetragen sein muss – innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme.

Stand: August 2026

Das MaStR ist die zentrale Datenbank aller Anlagen im deutschen Energiesystem – von der 300-Watt-Balkonanlage bis zum Kernkraftwerk. Ohne Eintrag gibt es keine Einspeisevergütung.

Was eingetragen werden muss#

  • jede Anlage zur Stromerzeugung, auch Steckersolargeräte
  • jeder Batteriespeicher
  • Fristen: innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme
  • Änderungen – Erweiterung, Stilllegung, Betreiberwechsel – ebenfalls binnen eines Monats
  • der Betreiber selbst, als eigener Marktakteur – die Registrierung der Person oder Firma ist ein getrennter Schritt vor der Registrierung der Einheit

Warum das für Systeme relevant ist#

Die MaStR-Nummer identifiziert eine Anlage eindeutig, ähnlich wie die MaLo-ID eine Entnahmestelle. Sie taucht in Vergütungsprozessen und im Datenaustausch auf und gehört deshalb in jedes Datenmodell, das Erzeugungsanlagen abbildet. Das Register ist zudem öffentlich einsehbar – nützlich für Plausibilitätsprüfungen.

PräfixObjekt
SEEStromerzeugungseinheit, etwa eine PV-Anlage oder ein BHKW
SGEGaserzeugungseinheit
SSEStromspeichereinheit, also ein Batteriespeicher
ABRAnlagenbetreiber – die Person oder Firma, nicht die Anlage
Aufbau der MaStR-Nummer: ein Präfix aus drei Buchstaben, gefolgt von zwölf Ziffern.

Für die Anbindung eigener Systeme stellt das Register einen Gesamtdatenexport als CSV/XML-Download sowie eine öffentliche Web-Schnittstelle bereit. Damit lassen sich Anlagendaten aus dem Onboarding automatisiert gegen den amtlichen Eintrag prüfen, statt sie abzutippen.

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