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Heizsysteme im Überblick

Wärmepumpe, Gas-Brennwert, Fernwärme, Pellet oder Hybrid – seit dem Gebäudemodernisierungsgesetz vom Juli 2026 wählt der Eigentümer wieder frei, die Anforderungen kommen über den Brennstoff.

Stand: August 2026

Die Heizung ist der größte Energieverbraucher im Gebäude – und der Punkt, an dem Energiepolitik für Haushalte konkret wird. Die Regeln haben sich 2026 grundlegend geändert.

Heizsysteme im Vergleich

Wie viel Wärme aus einer Einheit Energie wird

  • Wärmepumpe370 %

    Strom · JAZ 3,7 · abhängig vom Strommix, sinkend

  • Fernwärme100 %

    Wärmenetz · keine eigene Umwandlung · abhängig vom Erzeugungsmix

  • Gas-Brennwert92 %

    Erdgas · 92 % Nutzungsgrad · rund 0,18 kg je kWh

  • Pelletkessel88 %

    Holzpellets · 88 % Nutzungsgrad · bilanziell nahezu neutral

  • Ölheizung88 %

    Heizöl · 88 % Nutzungsgrad · rund 0,27 kg je kWh

  • Direktstromheizung99 %

    Strom · 99 % – aber 1 kWh je kWh · abhängig vom Strommix

Der Balken zeigt, wie viele Kilowattstunden Wärme aus einer Kilowattstunde eingekaufter Energie entstehen. Nur die Wärmepumpe kommt über 100 %, weil sie Umweltwärme dazuholt statt Brennstoff zu verbrennen – deshalb ist sie trotz des höheren Strompreises meist günstiger im Betrieb.

Was das Gebäudemodernisierungsgesetz geändert hat#

An die Stelle der Anlagenvorgabe tritt die Bio-Treppe: Ab 2029 wird Gas und Öl schrittweise ein wachsender Bioanteil beigemischt, bis alle Brennstoffe 2045 klimaneutral sein müssen. Eine gesonderte Grünstromquote für Gas ab 2028 wird bis Dezember 2026 gesetzlich ausgestaltet.

Förderung#

Die Heizungsförderung läuft weiter und ist bis mindestens 2029 abgesichert. Seit dem 21. Juli 2026 gelten reformierte Bedingungen: einkommensabhängige Boni (40 % unter 30.000 €, 30 % bis 40.000 €, 10 % bis 50.000 € Haushaltseinkommen), ein Kinderzuschlag, der 10.000 € vom angerechneten Einkommen abzieht, und gesenkte Kostenobergrenzen – höchstens 28.000 €, halbjährlich um 750 € fallend.

Die Systeme#

Wärmepumpe
Höchste Effizienz, Strom als Energieträger, Förderung und reduziertes Netzentgelt nach § 14a.
Gas-Brennwertkessel
Günstig in der Anschaffung, rund 92 % Nutzungsgrad, aber Brennstoffkosten mit CO₂-Preis und künftiger Beimischungspflicht.
Fernwärme
Keine eigene Anlage, kein Schornstein – dafür kein Anbieterwechsel und Preisgleitklauseln.
Pelletkessel
Bilanziell nahezu CO₂-neutral, braucht aber Lagerraum und regelmäßige Beschickung.
Hybridheizung
Wärmepumpe plus Spitzenlastkessel. Deckt kalte Tage mit Gas ab und hält die Wärmepumpe klein.
Solarthermie
Kein eigenständiges System, sondern eine Ergänzung für Warmwasser und Heizungsunterstützung.

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