Batteriespeicher
Verschiebt PV-Strom vom Mittag in den Abend und hebt die Eigenverbrauchsquote von rund 30 auf 60 bis 70 Prozent.
Eine PV-Anlage produziert dann am meisten, wenn niemand zu Hause ist. Der Speicher löst dieses Timing-Problem: Er nimmt den Mittagsüberschuss auf und gibt ihn abends wieder ab.
Auslegung#
- Faustregel: etwa 1 kWh nutzbare Kapazität je 1 kWp Anlagenleistung
- Typisch im Einfamilienhaus: 5 bis 10 kWh
- Größer ist selten besser – die zusätzlichen Kilowattstunden werden nur an wenigen Tagen im Jahr gebraucht
- Wirkungsgrad des Speicherzyklus: rund 90 %, es gehen also etwa 10 % verloren
Was eine PV-Anlage bringt
Ertrag, Eigenverbrauch, Einspeisung
interaktiv- Jahresertrag
- 9.000 kWh
- Ersparnis durch Eigenverbrauch
- 740 €
- Einspeisevergütung 7,70 ct/kWh
- 539 €
- Autarkiegrad
- 50 %
Modellrechnung mit der Einspeisevergütung für Überschusseinspeisung bis 10 kWp (7,70 ct/kWh ab August 2026, 20 Jahre garantiert). Der eigene Strom ist rund fünfmal so viel wert wie der eingespeiste – deshalb entscheidet die Eigenverbrauchsquote über die Wirtschaftlichkeit, nicht die Anlagengröße.
Was der Speicher sonst noch kann#
Notstrom
Nur wenn er ausdrücklich notstromfähig ist – die meisten Speicher schalten bei Netzausfall aus Sicherheitsgründen ab.
Dynamische Tarife
Mit einem dynamischen Tarif kann der Speicher in günstigen Stunden aus dem Netz laden statt nur aus der PV.
§ 14a EnWG
Als steuerbare Verbrauchseinrichtung über 4,2 kW fällt er unter § 14a – mit reduziertem Netzentgelt.
Netzdienlichkeit
Größere Speicher können am Regelenergiemarkt teilnehmen, meist gebündelt über einen Aggregator.